Was ist „gutes“ Reiten?

Als ich diese Woche mit meiner Araberstute das schöne Wetter für einen Ausritt nutzte, stellte ich mir selbst die Frage „Was ist gutes Reiten?“ und stellte fest, dass diese Frage nicht so einfach zu beantworten ist, auch wenn ich mit inzwischen über 1000 Menschen und ihren Pferden gearbeitet habe.

  1. Manche sagen, das kann man an den Turniererfolgen sehen und dennoch habe ich Reiter gesehen, die zwar Pokale und Schleifen im Schrank stehen haben, aber wenn ich diesen Paaren beim Reiten zusehe, erinnert das manchmal eher an Schwerstarbeit oder einen Zweikampf zwischen Mensch und Pferd als an harmonische Zweisamkeit und Leichtigkeit. Vielleicht haben Sie ein Pferd mit Talent, oder keine so starken Mitbewerber am Turnier oder ist das Gutes Reiten?
  2. Dann gibt es die Aussage, dass Leichtgewichtige Reiter besser reiten als schwergewichtige Reiter und dennoch habe ich stark übergewichtige Reiter gesehen, die sich mit so einer Harmonie und Leichtigkeit in einer Einheit mit dem Pferd bewegten, dass es eine Freude war zuzuschauen. Und ich habe völlig untergewichtige Menschen gesehen, die so beweglich erschienen wie eine Eisenbahnschiene. Ist das dann Gutes Reiten?
  3. Manche machen das an der Haltung des Pferdes fest und verwechseln ein auf der Vorhand laufendes Pferd, das mit der Nase auf dem Boden schleift mit Vorwärts-abwärts oder ein zusammengeschnürtes und hinter der Senkrechten laufendes und verspanntes Pferd mit Versammlung. Ist das Gutes Reiten?
  4. Andere behaupten, dass jemand, der sich auf einem durchgehenden und/oder wild bockenden Pferd halten kann ein guter Reiter sei, sind also Rodeoreiter gute Reiter?
  5. Es gibt Menschen, die behaupten, dass Springreiter besser reiten können, und andere sind überzeugt davon, dass nur Dressurreiten die Vollendung der Reiterei ist. Wieder andere für die ist nur Westernreiten gutes Reiten und für andere Wanderreiten und Geländereiten. Ist das so?
  6. Auch habe ich schon die Behauptung gehört, dass nur wer sich traut in der Gruppe im Gelände im Galopp übers Stoppelfeld zu flitzen ein guter Reiter sei, während die Gegner behaupten, diese Pferde würden nur unkontrolliert durchs Gelände heizen. Ist das Gutes Reiten?
  7. Dann gibt es immer mehr Reiter, die der Meinung sind, dass nur wenn Ihr Pferd Piaffe, alle Seitengänge und fliegende Wechsel kann, man von Gutem Reiten sprechen könne. Ist das dann Gutes Reiten?
  8. Manche Profis unter den Reitern, die sprechen von gutem Reiten, wenn ein vom Gebäude vorzügliches Pferd im perfekten Rahmen vorgestellt wird, egal wie es sich dabei mental und emotional fühlt. Und ein körperlich von der Natur benachteiligtes Pferd, das mit viel Aufwand dennoch nur mittelmäßig daher kommen kann, durchs Raster fällt, auch wenn es sich gut zu fühlen scheint und in Harmonie mit seinem Reiter ist. Was ist dann gutes Reiten?

Tatsächlich bin ich überzeugt dass Gutes Reiten nichts mit der Reitweise, der Ausrüstung, der Rasse, dem Gewicht von Reiter und /oder Pferd, der Gangart oder den Turniererfolgen usw….. zu tun hat.

Sicher sollte jeder Reiter zuerst einmal bestrebt sein körperlich so fit zu sein, dass er in allen Gangarten einen völlig zügelunabhängigen Sitz hat und das Pferd nicht stört oder gar behindert. Dann sollte er auch mental und emotinal fit sein und immer die Ruhe bewahren können, auch in brenzligen Situationen um das Pferd zu stärken. Und dann ist es sicher sehr hilfreich die Hilfengebung so zu verfeinern, dass es ohne Kraftaufwand geschieht und an einen Tanz erinnert. Hierfür ist sicher auch Kenntniss über die Biomechnik von Mensch und Pferd notwendig sowie eine gute Motorik gepaart mit einem guten Timing und Gefühl.

Gutes Reiten ist für mich ein Mensch-Pferd-Paar, dem man gerne zuschaut, das sich in Harmonie, Spaß und Selbsthaltung bewegt, egal ob im Gelände oder im Parcour. Ein Pferd, dass seinem Alter und seinen von der Natur mitgegebenen körperlichen, geistigen und emotionalen Ressourcen entsprechend vorgestellt wird, mit dem Reiter, der wiederum mit seinen von der Natur mitgegebenen körperlichen, geistigen und emotionalen Ressourcen entsprechend umgeht und das Beste draus macht.  Unabhängig von Rasse des Pferdes, Gewicht von Reiter und Pferd und der Reitweise. Ein Paar, das keinerlei mechanische Hilfs-und Zwangsmittel benötigt, eine Einheit, wo man Mühe hat, die Hilfengebung zu erkennen, so viel Leichtigkeit und Sensibilität, dass man denken würde, Mensch und Pferd sind eine einzige Person, wie ein Pegasus, als ob die beiden nur in Gedanken telepathisch kommunizieren würden. Das ist für mich gutes Reiten, gutes Reiten lässt sich nicht in ein Schema pressen, es ist das Gesamtbild und das Gefühl das entsteht, wenn man es sieht. Dies ist meine Erfahrung und meine Meinung und gerne darf sich hier jeder sein eigenes Bild von gutem Reiten machen, denn – Es gibt so viele Wahrheiten auf der Welt wie es Menschen gibt!

Ich wünsche Dir nun das Bewusstsein, aus Sicht Deines Pferdes die Dinge zu erkennen und die Achtsamkeit und Erkenntnis, die für Dich und Dein Pferd stimmigen Lösungswege zu gehen. Mehr Informationen erhälst Du hier: www.christiane-goebel.de

 Liebe Grüße Christiane Göbel

10 Punkte die verhindern können, das mein Pferd unterm Sattel angaloppiert!

Kürzlich fragte mich eine Schülerin, wie sie denn das Problem lösen könne, dass Ihr Pferd unter dem Sattel nicht angaloppieren will und ich erklärte ihr, dass dieses Problem bei Ihr und Ihrem nicht erst unter dem Sattel beim angaloppieren entsteht, sondern ich bei unserem Zusammensein erkannt habe, dass es schon viel früher entsteht, nämlich schon beim auf halftern des Pferdes im Offenstall!

Natürlich kann es sehr viele mentale, emotionale und physische Gründe habe, warum ein Pferd unter dem Sattel nicht angaloppiert, doch speziell in diesem Fall war es genau so.

Ich sehe diese Schülerin und das Pferd regelmäßig und es ist wie ein roter Faden, der zu dem Problem mit dem nicht angaloppieren wollen unter dem Sattel führt. Jetzt wirst Du vielleicht sagen, wenn Du die ganzen Punkte liest, was hat das mit dem angaloppieren zu tun, doch die Lösung wird Dir am Schluss einleuchten. Beachte, dass es sehr verschiedene Pferdepersönlichkeiten gibt und nicht alle würden so reagieren, auch wenn der Weg derselbe ist, doch dieses Pferd mit dieser Persönlichkeit zeigt genau diesen Ablauf.

  1. Es fängt schon an, wenn die Schülerin das Pferd auf halftert, denn sie achtet nicht darauf, dass das Pferd ihr dabei hilft, ihr entgegen kommt, den Kopf tief absenkt und ihre Richtung dreht. Hier schon entscheidet sich wie kooperativ das Pferd mitarbeiten wird.
  2. Beim putzen ist dieses Pferd etwas speziell und manchmal passt es dem Pferd einfach nicht die Bürste in bestimmten Körperbereichen zu dulden und es deutet an zu beißen oder es dauert dem Pferd alles zu lange und es hebt fordernd ein Vorderbein und wird ungeduldig. Auch hier achtet die Schülerin nicht auf die Kooperation mit dem Pferd.
  3. Auf dem Weg vom Anbindeplatz zum Hoftor ist das Pferd etwas unachtsam, läuft mal zu dicht auf ohne die Korrektur von der Schülerin überhaupt ernst zu nehmen und diese fügt auch nichts mehr hinzu, so dass das Pferd nun schon zum mindestens Dritten mal heute respektlos ist ohne korrigiert zu werden.
  4. Auf dem Weg zur Reithalle kommt es auch zu dem ein oder anderen Moment, wo das Pferd nicht aufpasst, die Schülerin und ihre Zeichen und Korrekturen ignoriert und dies alles in einem kaum bemerkbaren Bereich. Also im Grunde fällt dies alles kaum auf, es läuft auf einem fast unmerklichen Grad ab und es ist schon mindestens das vierte mal, dass das Pferd heute respektlos und unachtsam reagiert ohne angemessene Konsequenzen.
  5. In der Reithalle, schon beim betreten und ablegen der mitgebrachten Utensilien, kommt das Pferd immer wieder in der „privaten“ Bereich des Menschen, ohne ernsthafte Korrektur zu erfahren, es scheint den Grad der Korrektur zu ignorieren oder auszusitzen, so niedrig ist die Energie der Korrektur. Schon mindestens das fünfte Mal heute lernt das Pferd, dass es den Fragen und Wünschen der Schülerin nicht nachkommen braucht und es nur lange genug ignorieren muss und die Schülerin stellt ihre Zeichen ein. Also mindestens 5 Mal hat das Pferd in der kurzen Zeit schon die Erfahrung gemacht, dass es sich keine Mühe geben braucht und nicht respektvoll sein muss.
  6. Am Boden arbeitet die Schülerin mit dem Pferd und bewegt es in verschiedene Richtungen, die Hinterhand, die Vorhand, rückwärts, seitwärts. Es macht den Anschein, dass die Schülerin ein bischen was anfragt beim Pferd und das Pferd ein bischen was macht für sie, oft muss sie vielt tun, damit das Pferd wenig macht. Es läuft alles auf Energiesparniveau ab, das Pferd zeigt kein Bemühen und verhält sich kaum bemerkbar respektlos. Inzwischen alles mitgerechnet, sind wir bestimmt schon bei 10 Mal oder mehr, in denen das Pferd gelernt hat, dass es sich nicht bemühen muss und Reize des Menschen nur lange genug aussitzen muss um sie abzustellen.
  7. Als die Schülerin dann am Boden das Pferd fragt im Kreis um sie herum zu laufen, läuft es wie in Zeitlupe und als sie für schneller fragt, wirft das Pferd unwillig den Kopf und als sie dann nochmal nach mehr fragt, wird das Pferd völlig abwehrend(schließlich musste es sich die letzten 20 Minuten mit diesem Menschen auch nicht anstrengen, warum sollte es dies jetzt tun) die Anfrage des Menschen übersteigt deutlich den Komfortbereich auf den sich das Pferd die letzten 20 Minuten eingestellt hat und das Pferd steigt, springt in die Luft und zeigt deutlich seinen Unwillen, die Gangart zu erhöhen. Schließlich erreicht die Schülerin doch noch eine schnellere Gangart, doch es hat nicht die Qualität erreicht, dass das Pferd wirklich bereit war mehr zu tun.
  8. Als die Schülerin dann in den Sattel steigt, macht das Pferd nach dem Aufsteigen einfach schon mal 3 Schritte nach vorne, sie bremst zwar das Pferd mit deutlichem Aufwand, aber korrigiert nicht die 3 Schritte.
  9. Beim Anreiten dann, muss sie viel Schenkel- und Körperhilfe bringen, das Pferd ist zäh am Zügel und zäh am Schenkel, es sieht alles mehr wie ein Tauziehen und Armdrücken aus, als wie Leichtigkeit und Sensibilität beim reiten. Das Antraben verläuft ähnlich wie das Anreiten im Schritt und wieder findet keine Korrektur statt.
  10. Und als die Schülerin dann angaloppieren will, sagt das Pferd ganz deutlich, das dies nun seinen Grad an Gutmütigkeit und Bequemlichkeit für heute deutlich übersteigt und es nicht bereit ist zu galoppieren. Das Pferd wirft den Kopf und deutet an, zu bocken, wenn die Schülerin mehr fragt.

Kannst Du erkennen, dass dieses Problem nicht erst bei Punkt 10 anfängt, sondern sich von Punkt 1 bis 10 wie ein roter Faden durchzieht und dann zum deutlich erkennbaren „Problem“ wird. Wenn Du nun anfängst, das Problem an Punkt 10 zu lösen, dann ist dies für einen routinierten und sattelfesten Reiter sicher möglich, den das Pferd mit dieser Persönlichkeit wird wenn die anderen 9 Punkte so verlaufen sind wie geschildert, und Du nun versuchst es bei Punkt 10 zu verändern, womöglich anfangen zu bocken, steigen oder sonst wie seinen Unmut auszudrücken. Wenn Du die körperliche und mentale und emotionale Fitness hast, dies auszusitzen, dann kannst Du das Problem hier lösen. Wenn Du jedoch Mängel bei der körperlichen, mentalen oder emotionalen Fitness hast, dann ist es für Dich sicherer und einfacher, bei Punkt 1 zu beginnen.

Und der schöne Nebeneffekt, wenn Du bei Punkt 1 beginnst schon angemessen zu reagieren und über alle 9 Punkte konsequent, ruhig und bestimmt reagierst und korrigierst, dann wird Punkt 10 womöglich gar nicht mehr als Problem bestehen. „Ein Problem kann nicht auf der Ebene gelöst werden, auf der es entstanden ist.“ Albert Einstein

Ich wünsche Dir nun das Bewusstsein, aus Sicht Deines Pferdes die Dinge zu erkennen und die Achtsamkeit und Erkenntnis, die für Dich und Dein Pferd stimmigen Lösungswege zu gehen. Mehr Informationen erhälst Du hier: www.christiane-goebel.de

 Liebe Grüße Christiane Göbel

7 Tipps für einen problemlosen Umgang mit Pferden

Kennst Du auch Menschen, die scheinbar immer das falsche Pferd kaufen? Egal wie viele Pferde diese Menschen besitzen, es gibt immer wieder Probleme? Oder kennst Du auch die Menschen, die scheinbar so Glückspilze sind, das egal wie viele Pferde sie im Leben haben, diese immer nur Harmonie und Freude erleben?

Ich habe in den letzten 20 Jahren Horsemanship festgestellt, dass nicht die Menschen am wenigsten Probleme mit Pferden hatten, die das meiste Wissen über Pferde, Reiten, Haltung und Umgang für sich hatten, auch nicht die, mit der besten Ausrüstung, dem teuersten Pferd oder der genialsten Anlage am Stall, auch nicht die mit den meisten Pokalen im Stall und der größten Turniererfahrung oder die, die im höchsten Level reiten, egal welche Reitweise. Ich habe erlebt, dass die folgenden Punkte unabhängig vom Sachwissen oft zu den harmonischsten und problemlosesten Beziehungen zwischen Mensch und Pferd geführt haben. Dies ist meine Erfahrung und Du hast womöglich eine andere gemacht, meine Erfahrung beruht auf die Arbeit mit über 1000 Menschen und Ihren Pferden und ich kann hier nur von mir selbst sprechen.

  1. Eine artgerechte Haltung ist grundsätzlich schon einmal ein Hauptgrund für den problemlosen Umgang mit Pferden. Und mit artgerecht meine ich eine Gruppenauslaufhaltung 24 Stunden am Tag und 365 Tage im Jahr in einer sozialverträglichen Herde mit genügend Futter und Wetterschutz und vor allem genügend großer Fläche für die Anzahl der vorhandenen Pferde. Pferde die so leben, machen gewöhnlich die wenigsten Probleme im Umgang und beim Reiten, wenn die nachfolgenden Gründe alle erfüllt sind.
  2. Ein ausgeglichener Mensch, der in seiner Mitte ruht, der gelernt hat in einer ruhigen Bestimmtheit souverän und fair, freundlich und bestimmt seine Wünsche dem Pferd vorzubringen, ist die Grundlage für einen problemlosen Umgang, sogar dann, wenn er nicht so viel Wissen hat, wie eine Person, der diese Qualitäten fehlen.
  3. Eine „gute“ Energie am Ort des Geschehens. Du hast Dich sicher schon mal an Orten gut gefühlt, ohne jemals zuvor dort gewesen zu sein und Du hast Dich sicher schon mal schlecht gefühlt an ähnlichen Orten ohne Grund. Die Energie eines Standortes, egal ob es sich um einen Stall, Reithalle, Wohnhaus, Reitplatz etc….handelt, nimmt maßgeblichen Einfluss auf alle Beteiligten. Diese Energie wird erschaffen durch den Ort selbst und die Menschen die an diesem Ort leben und arbeiten. Womöglich bist Du schon einmal in eine neue Arztpraxis gekommen und hast Dich von Anfang an gut aufgehoben gefühlt oder auch nicht. Beides ist möglich und beeinflusst nachhaltig alle Beteiligten.
  4. Ausführliches Wissen über die Pferdepsyche, wie Pferde denken und lernen, wie sie „behandelt“ werden wollen, was sie benötigen um sich sicher zu fühlen, was sie brauchen um respektvoll zu sein usw…ist ein weiterer Meilenstein im problemlosen Umgang mit Pferden. Ich spreche hier explizit vom Wissen über die Pferdepsyche, alles Wissen über Reiten, Haltung und Umgang wird dir womöglich nicht so viel nutzen zu einem harmonischen Miteinander wie das Wissen über die Psychologie von Pferden, das Wissen wie sie denken und wie man sie zu Partnern macht. Wie sie angefasst, gehandhabt und geritten werden wollen. Das soll nicht heißen, dass Du kein Fachwissen brauchst.
  5. Je mehr Wissen Du über Deine Gedanken und Glaubenssätze hast und wie Du diese ggfls. in eine andere für Dich und Dein Pferd förderliche Richtung bewegst, desto problemloser ist nicht nur Dein Leben, sondern auch das Leben mit Deinem Pferd. Das hört sich einfach an, ich empfinde es allerdings als wirkliche Herausforderung, diese „Arbeit an mir selbst“ 24 Stunden am Tag zu bewerkstelligen, hat es doch mit echter Selbstreflexion und auch dem Wissen über die Psychologie der Menschen zu tun. Alleine mit positivem Denken ist es oft nicht getan und spätestens wenn Angst ins Spiel kommt, scheinen viele Menschen die Kontrolle über sich und ihr Umfeld zu verlieren(und wenn dann noch ein Pferd ins Spiel kommt….). Doch ich habe festgestellt, dass auch dieser Punkt ein Meilenstein im problemlosen Umgang mit Pferden ist und ich habe oft völlige Reitanfänger, Laien im Umgang mit dem Pferd gesehen, die Ergebnisse mit Pferden erzielten mit Leichtigkeit und Harmonie, da sie dieses Wissen leben. Und ich hab Profis mit Pferden gesehen, die den Anschein machten einen Kampf mit dem Pferd zu kämpfen, weil Ihnen diese Qualitäten fehlten.
  6. Ein „kontrolliertes“ Ego ist ebenfalls ein Grund für problemlosen Umgang mit Pferden. Ein „unkontrolliertes“ Ego neigt dazu, ständig um Anerkennung zu heischen und dabei ist es völlig egal, wenn dabei die Gefühle von anderen auf der Strecke bleiben. Pferde spüren, wenn Du unachtsam bist und Dir das Ansehen vor den anderen und was die Leute sagen wichtiger ist als alles andere, Du bist in diesem Moment nicht mehr authentisch. Damit Du das besser verstehst, eine kurze Geschichte: „Vier Reiter sind mit Pferd in der Reithalle und 5 weitere Zaungäste schauen an der Bande zu. Das Pferd von Max Müller ist gerade nicht gewillt einen Sprung zu nehmen und verweigert. Wenn das Ego von Max Müller spricht, dann wird es Dinge sagen oder denken wie „der blöde Gaul, dem zeig ich es, der kriegt jetzt mal zu spüren wer der Chef ist und den andern zeig ich wie ich den Gaul beherrschen kann“ und es kommt zu unschönen Szenen und einem Kampf zwischen Pferd und Mensch, da Max Müller vor den anderen gut dastehen will. Wenn das Herz und der Verstand von Max Müller sprechen, dann wird er zuerst einmal nachdenken, woran es lag, dass das Pferd verweigerte und dann unabhängig von dem was andere über ihn denken und sagen, womöglich ein paar Schritte in seiner Arbeit am Sprung zurück gehen, vielleicht macht er ein paar Reitübungen zur Verständigung, vielleicht lässt er den Sprung niedriger hängen, auf alle Fälle sieht alles relativ harmonisch und leicht aus und er findet einen Weg mit dem Pferd zusammen zum Ziel zu kommen egal was andere sagen und denken. Er braucht keine Anerkennung von aussen.
  7. Ein Trainer, der auch Dich und Dein Pferd individuell eingeht und Wissen über die anderen 6 Punkte hat, diese lebt und vermitteln kann, der kann Dir ein wertvoller Coach und Wegbegleiter sein um all diese Punkte zu erlernen oder zu verfeinern, damit Deine Träume wahr werden können.

Ich wünsche Dir nun das Bewusstsein, aus Sicht Deines Pferdes die Dinge zu erkennen und die Achtsamkeit und Erkenntnis, die für Dich und Dein Pferd stimmigen Lösungswege zu gehen. Mehr Informationen erhälst Du hier: www.christiane-goebel.de

Liebe Grüße Christiane Göbel