Natural-Horsemanship – Was ist das?

1. Was ist Horsemanship?

Horsemanship ist für mich keine „Methode“ und auch keine Reitweise, es ist vielmehr eine Lebensphilosophie, die sich darum bemüht Pferde ohne „künstliche“ Zwangsmittel auf natürliche Art und Weise zum Partner zu machen.

Nach Filmen wie „Der Pferdeflüsterer“(von Nicolas Evans) mit Robert Redford oder „Ostwind“mit Pferden die von Kenzie Dysli trainiert wurden, wurde der Begriff von Natural Horsemanhipnun auch im großen Kino der breiten Masse zugänglich, wenn auch oft ohne tiefgehendes Fundament, mit tollen Effekten und einer schönen Story dahinter.

2. Pat Parelli – der Vater des Horsemanship?

Menschen wie Monthy Roberts und Pat Parelli und Ihre Schüler tragen seit Jahrzehnten dieses Wissen in die Welt und somit ist für die meisten Pferdebesitzer heute „Horsemanship“ kein Fremdwort mehr.

Auch für mich persönlich kam die „Erleuchtung“ 1995 über die Konzepte von Pat Parelli und er war vor 25 Jahren sicher einer der ersten, wenn nicht der erste, der das Wissen über Natural Horsemanship im großen Stil verbreitet hat. Ich persönlich war fast 7 Jahre lang im Studentenprogramm von Pat Parelli dabei und sehe mit Freude und Dankbarkeit auf diese Zeit damals zurück.

3. Horsemanship – die Grundlagen

Es reicht nicht ein Knotenhalfter zu benutzen um „Horsesmanship“ zu praktizieren, es geht um viel mehr. Natürlich erkennt man wahre Horseman/women daran welche Ausrüstung sie verwenden oder auch nicht verwenden, jedoch benötigte man zum Knotenhalfter auch das Wissen um Techniken und Strategien in der Anwendung dessen.

Hierzu gehört einmal das Wissen über die Techniken, wie man Pferde in alle Richtungen bewegt, wie man Vertrauen und Respekt bekommt, wie man Pferde mutig macht und ihnen das Gefühl gibt, das mein Wunsch zu ihrem wird.

Ebenfalls ist meiner Meinung nach ein umfangreiches Wissen über die Psyche des Pferdes notwendig, weshalb ich dieses Wissen auch in meinem Kurs „Einblick in die Pferdepsyche“ zur Verfügung stelle.

Es geht um gegenseitiges Vertrauen zwischen Mensch und Pferd und im Grunde ist es keine spezielle Methode der Kommunikation, sondern schlicht und einfach eine Kommunikation auf Pferdeebene, mit Mimik und Gestik um eine harmonische Partnerschaft zu erarbeiten.

4. Sind Leckerlis erlaubt?

Diese Frage wird mir häufig gestellt und ich möchte weder von Erlaubnissen, noch von Verboten sprechen, doch schauen wir uns das Ganze einfach mal aus Sicht der Pferde an.

Pferde lieben Komfort und sie lieben es zu chillen und wenn dann da ein ranghohes Pferd daher kommt und sie bei ihrem Komfort stört und sie müssen sich bewegen, damit sie nicht die Hufe und Zähne des ranghohen Pferdes zu spüren bekommen, dann tun sie das meistens auch.

Wie belohnt nun das ranghohe Pferd dieses Verhalten? Es schenkt dem rangniederen Pferd Komfort, ja Pferde belohnen sich durch Komfort. So einfach ist das und dennoch können wir Menschen dies z.B. mit Futter und Stimme noch verstärken, aber hier sollte der Mensch sehr genau wissen wie und wann er das macht.

5. Zusammenfassung Horsemanship

Der Mensch lernt die Sprache des Pferdes und das Pferd soll lernen, den Menschen zu respektieren und ihm zu vertrauen, um den Umgang mit dem Pferd zu erleichtern, sicherer zu machen und gemeinsam Spaß zu haben, egal ob beim Spring-, Dressur- oder Westernreiten, egal ob bei der Freiheitsdressur, bei der hohen Schule, beim Kutsche fahren, beim Wanderreiten, Freizeitreiten etc…..Natural Horsemanshipist ein Fundament auf das man alles andere problemlos aufbauen kann.

Ich wünsche Dir nun das Bewusstsein, aus Sicht Deines Pferdes die Dinge zu erkennen und die Achtsamkeit und Erkenntnis, die für Dich und Dein Pferd stimmigen Lösungswege zu gehen. Mehr Informationen erhälst Du hier: www.christiane-goebel.de

 Liebe Grüße Christiane Göbel

 

2 Gedanken zu „Natural-Horsemanship – Was ist das?“

  1. Sehr schöner Beitrag. Man spürt auch in deinen anderen Beiträgen, dass du nah dran bist am Parelli-System. Obwohl das andere auch sind, finde ich es immer toll, wenn dann der Name von dem man gelernt hat, auch genannt wird. Dass du das auch tust, macht mir dich noch sympathischer als sowieso schon

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